Nicht jede Wald-(winter-)frucht, i(s)st auch essbar

Im letzten Monat des Jahres haben wir immer unser Abschlussmodul. Normalerweise machen wir ein prasselndes Feuer und lassen spielerisch das JahrRevue passieren, natürlich auch um Feedbacks einzuholen. Dieses Jahr gab es wegen der Ausfälle Anfang Jahr aber noch ein kleines Modul, «Winterfrüchte». Was essen eigentlich die Wildtiere, während wir in der warmen Stube hocken?,  Man sieht eigentlich nur Wildscheinspuren, aber was genau essen sie oder die anderen Tiere, die keinen Winterschlaf halten? Der Busch hier hatte doch letzten Monat noch mehr Beeren. Wo sind die denn alle hin? Das und noch andere Fragen wollten  wir in diesem Modul beantworten.

Wer sucht, der findet.

Endlich mal wieder draussen in der Natur! Leider bei nicht allzu  attraktivem Wetter. Doch lässt das gestandene Junior Ranger kalt. Nach einer kleinen Einführung gab es auch schon den ersten Arbeitsauftrag. Um das Auge zu schärfen, sollten die Junioren auf eigene Faust auf ihrem Weg durch die Natur, sieben verschiedene Winterfrüchte finden und eine kleine Probe zum Besprechen mitnehmen.

Die ersten 15 Minuten war man natürlich noch voll im Mittagsrausch und hat bereits einiges an Pflanzen übersehen. Aber mit einkehrender Ruhe und etwas Hilfe von mir wurden peu à peu alle (sieben) Früchte gefunden.

Kann man das essen oder stirbt man dann?

Nachdem die kleinen Proben gesammelt waren, gab es natürlich auch ein paar Spassvögel, die so taten, als würden sie vom Gesammelten essen. Natürlich sorgte das für massiv graue Haare bei mir. Wir wanderten weiter zur Waldhütte, um unsere Funde dort in Ruhe die verschiedenen Eigenschaften von Ligusterbeeren, Hagebutten, Eicheln, Berberitzen, Schneeballbeeren, Pfaffenhütchen und Fichtenzapfen zu besprechen.

Wo kommt das Wort/der Name der Pflanze her? Welche Teile, wenn überhaupt, sind essbar für uns Menschen oder für Tiere? Wann sind sie essbar? Wo findet man sie am häufigsten? Welchen Nutzen haben sie neben dem als Nahrung? Welche  Reaktionen lösen sie aus?

Gerade bei letzterem Punkt wurde viel gekichert. Es ist ja kein Geheimnis, dass viele pflanzliche Glykoside und die allermeisten Alkaloide Übelkeit und Durchfall auslösen. Die Natur lehrt eben durchs Spüren am eigenen Leib, was geniessbar ist und was ncht und manchmal auf eine sehr heftige Art.

Ein wohlverdienter Abschluss

Nach vielen Diskussionen und regem Austausch wurde bei den Wetterverhältnissen dann ein wärmendes Feuer entfacht. Schlangenbrot und Cervelats kamen auf den Spiess und es wurde gealbert. Hier und da gab es Fragen zum Ablauf im nächsten Jahr, Feedbacks zu den Modulen oder – um vergangenen   Monate zu rekapitulieren – kleine Quizfragen von mir.

Der Weg zurück zu den Parkplätzen verlief, dank Regen, recht zügig und zum Abschied wurden noch herzliche Weihnachtsgrüsse ausgetauscht.

Ich hoffe, alle kommen gut und unbeschadet ins Neue Jahr.

Soweit von uns aus den Thurauen. Euer Ranger Dario.

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