Wir hatten die grosse Ehre bei unserer Übernachtungsaktion in den Nationalpark Schwarzwald zu fahren, Volunteer Ranger kennenzulernen, Rangerin Nadine zu besuchen und ihr bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.
Unser Ausflug startete mit dem Besuch des Nationalparkzentrum Ruhestein. Dort durften wir uns zunächst einen Überblick über den Nationalpark verschaffen. In der Dauerausstellung lernten wir viel über die vielfältigen Lebensräume, den Nationalparkgedanken „Natur Natur sein lassen“, die Artenvielfalt und die komplexen Zusammenhänge des Ökosystems kennen.
Von der Theorie ging es flott in die Praxis. Wir machten uns auf, die Wildnis zu erleben. Ziel war die Rangerstation, die mitten in der Kernzone des Nationalparks liegt.


Immer wieder kamen uns auch Besucher entgegen, welche den Hund nicht an der Leine führten und gespannt schauten wir Nadine dabei über die Schulter, wie sie alle Besucher sensibilisierte, aufklärte und die Nationalparkregeln freundlich und mit Charme umsetzte. Spannend! Anderes Gebiet, dieselben Herausforderungen und ähnliche Argumente. Auch hier machen die Hunde nichts, bleiben auf dem Weg und wollen natürlich nur spielen. An die Leine müssen sie trotzdem… 😉
Am Wildsee angekommen, machten wir eine kurze Pause und genossen den Karsee. Also ein See der durch den Gletscher in der letzten Kaltzeit entstanden ist.

Nach einer kleinen Stärkung, ging es weiter in die Kernzone, immer weiter in die Wildnis!

Unterwegs lernten wir Dinge über Prozessschutz, Borkenkäfer, Lungenflechte und Co kennen. Energieüberschüsse konnten wir gekonnt ausgleichen.



Danach ging es ab ins Bett, Schlafsack und Isomatte waren schnell ausgepackt und wir schnarchten alle fleissig, um bei Nacht die Wildtiere auf sicheren Abstand zu halten.
Am nächsten Morgen packten wir alles ein, liessen natürlich nichts zurück und halfen Nadine bei der Weidkontrolle. Wir besuchten die Konikpferde, die zur Landschaftspflege auf den Bergheiden („Grinden“) eingesetzt werden, um diese offen zu halten.

Danach ging es auf die Fläche und wir weckten tatsächlich die Neugier der Pferde. Wir waren plötzlich mittendrin, statt nur dabei!


Nach der Kontrolle, wurde es Zeit Abschied zu nehmen. Wir assen noch zusammen originale Schwarzwälder Vierkantnudeln mit Ketchup und Mayo (auch bekannt als Pommes) und machten uns auf dem Heimweg!
Wir bedanken und bei Nadine aus dem Nationalpark Schwarzwald für die Gastfreundschaft, die tolle Zeit und die schönen Erlebnisse. Wir freuen uns auf einen baldigen Gegenbesuch!
Eure Young Ranger II
