Geglückter Auftakt der Junior Ranger in Zermatt

Am 16. September 2026 fand zum ersten Mal ein Junior Ranger Anlass in Zermatt statt. Was als Ranger-Abschlussarbeit von Vik begann, konnte nun erfolgreich umgesetzt werden. Geleitet werden die Anlässe von Vik und Matthias zusammen. Wir hätten insgesamt Platz für 24 Kinder gehabt, die wir in zwei Gruppen à zwölf Kinder aufgeteilt hätten. Für den Start durften wir 18 Anmeldungen zählen, worüber wir uns sehr freuten. Nun gibt es zwei Gruppen à neun Kinder: eine Gruppe für die jüngeren, eine Gruppe für die älteren Kinder.

Für den ersten Anlass entschieden wir uns, mit allen 18 Kindern gemeinsam zu starten, damit sich auch die Kinder untereinander kennen lernen. Nach dem Begrüssungsspiel am Rande von Zermatt, in dem sich jedes Kind mit dem Namen und dem Lieblingstier vorgestellt hat, ging es los Richtung Wald. Trotz Höhenmeter waren einige Kinder fast nicht zu bremsen. Die Kinder erzählten von ihren bisherigen Ausflügen im Gebiet. Murmeltiere entdeckten sie ganz ohne unser Zutun. Die Weide teilen sich die Murmeltiere in dieser Wiese übrigens mit den Schwarzhalsziegen. Die nächste Station war eine Gruppe Ameisen, der eine Heuschrecke abtransportierten. Ein faszinierende Demonstration der Kraft der Ameise.

Beim Waldsofa angekommen, machten wir zuerst einmal Pause. Einige Kinder überbrückten die Zeit mit Versteckspielen. Nun galt es für die Kinder, in einen Kreis zu stehen und die Augen zu schliessen. Der Reihe nach erhielten sie hinter ihrem Rücken Gegenstände in die Hand gedrückt, die sie einem Tier zuordnen sollten. Die Anspannung der Kinder war spürbar, nicht alle hatten die Geduld, die Augen geschlossen zu halten. Spätestens beim dritten Objekt, einem Steinbockhorn, war den meisten klar, um welches Tier es sich handelte. Der Steinbock ist nämlich auf unserem Junior Ranger Logo abgebildet. Die Kinder lernten nun den Steinbock besser kennen, seine Kletterfähigkeiten, seine speziellen Zehen (Schalen genannt) und seine Lebensweise. Fasziniert lauschten sie Vik, als er ihnen erklärte, wie man anhand des Horns das Alter eines Steinbocks bestimmt.

Wir hatten den Kindern am Anfang eine Überraschung versprochen – eine Überraschung, die sie sich verdienen mussten. Nachdem wir die Kinder in die Gruppen eingeteilt hatten, in denen sie das restliche Jahr über zusammenbleiben werden, begaben sie sich auf eine Schnitzeljagd, auf der sie am Schluss ihre Junior Ranger Caps finden würden. Welches Gebäude beherbergt die Schafe im Winter? Wieso stehen einige Gebäude auf Stelzen mit runden Steinplatten dazwischen? Solche Fragen führten sie einen Schritt weiter. Im Ricola Kräutergarten rieben sie noch ihre Finger an Zitronenmelissen, während sie Bonbons lutschten, bevor sie schliesslich voller Freude ihre Caps fanden und sogleich aufsetzten.

Vorbei an Ameisenhaufen, Vogel-, Hagebutten- und Berberitzenbeeren führte unser Weg zurück ins Dorf. Von Müdigkeit war aber nach 3.5 h bei den Kindern noch wenig zu spüren. Es war faszinierend, zu beobachten, wie selbstständig die Kinder bereits Naturbeobachtungen machten und ihre Gspänli darauf hinwiesen – für uns natürlich extrem schön, auf diese Weise ihre Interessen kennenzulernen und vertiefen zu können.

Wir freuen uns bereits auf die beiden nächsten Anlässe mit den Kindern. Von nun an in den Kleingruppen à neun Kinder an den ersten beiden Mittwochen im Monat.

Liebe Grüsse vom Fusse des «Horu»

Vik & Matthias

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