Ein Haus für den Winter

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Tiere bereiten sich auf den Winter vor. Wildscheine wühlen die Ränder der Waldstrassen um, Vögel ziehen in den Süden. Doch was macht eigentlich der Igel? Was ist der Igel eigentlich für ein Tier und viel wichtiger, was isst der Igel eigentlich für Tiere? Wie bereitet er sich auf den Winter vor? Was braucht er für Bedingungen und wie können wir Menschen ihm im Notfall helfen?

Das war das Thema des Oktober Moduls der Junior Ranger Thurauen.

So klein und so speziell

Für dieses Modul haben wir uns im Naturzentrum Thurauen getroffen. «Das Thema hatten wir schon!» Vorwurf in der Stimme. «Welches Thema?» -«Na Igel, was denn sonst!?». «Aha!» erwiderte ich. «Na, dann könnt ihr mir ja sagen, was der Igel für ein Tier ist?». Schweigen. Man sah sich im Raum um und schielte nach den vorbereiteten Holzbausätzen mit denen später gewerkelt werden sollte.

Igel sind Insektenfresser und gibt sie mit und ohne Stacheln. Dabei gibt es letztere eher auf anderen Kontinenten. Bei uns kommt hauptsächlich der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) vor. Dieser hat ein Sommerhaus und auch ein Winterhaus und braucht viel Reserven, um durch den Winter zu kommen. Hier und da kommt es vor, dass unterernährte Exemplare im Garten erscheinen. Diese müssen dann aufgepäppelt werden. «Ja! Mit Katzenfutter und Milch.» tönte es aus den Reihen. «Aha nicht schlecht. Aber was für Milch?» fragte ich nach. «Mit normaler Kuhmilch.» antwortete das Kind.

Ein fataler Fehler, denn Igel haben eine Laktoseintoleranz. Genau deshalb gibt es immer Theorielektionen neben der Praxis.     

Schaffe, schaffe Häusle baue

Nachdem gemeinsam herausgefunden wurde, was ein Igel alles braucht, um zu überwintern, machten wir uns daran einmal selbst geeignete Unterkünfte für die Stachler zu bauen.

Für einige Kinder war es das erste Mal in dieser Form zu werkeln. Einen Bauplan gab es zwar auch, doch musste auch hier und da nachgeholfen oder generell geholfen werden.

Nach zahlreichen krummgeschlagenen Nägeln und zumindest einem blauen Daumen, namen die Winterlager peu à peu Gestalt an. Ein abnehmbares Dach, um das Lager von oben befüllen zu können. Eine Marderklappe, um den Igel zu schützen und ihm Ruhe zu garantieren sowie eine abgetrennte Schlafhöhle.

Nach den letzten Instruktionen wie und wo diese Winterquartiere aufgestellt und bestückt werden sollten, konnte jeder Junior Ranger sein selbstgebautes Igelhaus mit nach Hause nehmen. Ich freue mich schon sehr auf mögliche Erfolgsnachrichten.

Soweit von uns aus den Thurauen. Euer Ranger Dario.

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