5. Nationales Junior Ranger Treffen

Am Samstag 29. Juni war es endlich soweit. Das 5. Nationale Junior Ranger Treffen fand bei schönstem Wetter in den Thurauen im Kanton Zürich statt. Das ist dort wo die Thur in den Rhein fliesst. So packten gut 100 Kinder am frühen Morgen Proviant und viel zu Trinken in ihren Rucksack und noch viel wichtiger, pinnten all ihre Junior Ranger Buttons an den Sonnenhut. In den Thurauen angekommen erwartete die Kinder eine Olympiade mit vielen interessanten Themen rund um die Tiere in den Thurauen. Es galt zu ermitteln, wer dieses Jahr den Pokal nachhause nehmen darf, nachdem der heiss begehrte Bär das letzte Jahr auf der Lombachalp verbracht hatte.

In Gruppen von rund zehn Kinder bestritten wir den Postenlauf. Zum Einstieg galt es einen Holzrugel von einem Baumstamm mit einer grossen Säge abzusägen. Das war garnicht so einfach und fiel vielen Kindern nicht so leicht. Da müssen sie nochmals anschauen wie das die Biber machen, die es auch in den Thurauen gibt.

Weiter gings zum Laubfrosch. Bei grosser Gefahr muss er weit davon Hüpfen. Und so hüpften auch die Junior Ranger so weit wie sie konnten. Allerdings weniger um vor einem Storch davon zu hüpfen, sondern eher um den ganzen Mücken zu entfliehen, die im Auenwald umherschwirrten.

Der nächste Posten führte die Kinder zum Turm an der Thur, einem der Highlights auf der Runde. Dort galt es sein Gedächtnis unter Beweis zu stellen. Ähnlich wie sich der Flussregenpfeifer merken muss, wie die Umgebung um sein Gelege aussieht, mussten sich die Junior Ranger möglichst viele Gegenstände auf einem Tuch merken. Und viele Kinder wären sehr gute Flussregenpfeifer. Den meisten gelang es alle 15 Gegenstände aufzuzählen, die sie sich davor für 20 Sekunden einprägen durften.

Weiter führte der Weg über Stege und durch den wilden Auenwald zum nächsten Posten am Thurspitz. Der Eisvogel muss zum Fischen die Lichtbrechung an der Wasseroberfläche berücksichtigen. Das mussten auch die Junior Ranger, denn beim nächsten Posten wurde gemessen wie viele Fische die Gruppe in kurzer Zeit aus einem Aquarium angeln können. Eine Gruppe wurde allerdings etwas abgelenkt. Die vom Ranger aufgebotene Seepolizei war gerade dabei ein herrenloses Schlauchboot aus der Ufervegetation zu bergen. (Wie sich später herausstellte konnte der Besitzer glücklicherweise weiter rheinaufwärts ermittelt werden. Er hatte das Boot, bei einem Zwischenstopp an Land nicht gut genug festgebunden.)

Der letzte Posten fand bei der Feuerstelle am Rhein statt, wo das Junior Ranger Treffen auch seinen Ausklang fand. Hier lernten die Kinder die plankton-fressenden Fischart „Schneider“ kennen. Und weil der das Wasser sehr gut filtern kann, mussten die Kinder ebenfalls einen Wasserfilter bauen. Dazu durften sie alle erdenklichen Naturmaterialien verwenden, die sie rund um die Feuerstelle fanden. Bewertet wurde natürlich wie gut das Dreckwasser gefiltert wird aber auch mit vielen verschiedenen Materialien und besonderer Schönheit konnten Punkte gewonnen werden.

Nach diesem kreativen Abschluss des Postenlaufes war Zeit zum Spielen, Bräteln und ganz wichtig: Buttons tauschen. Jedes Gebiet hat sein eigenes Logo und Buttons dazu. Da es nicht von jedem Gebietslogo gleich viele gibt, war besonders viel Überzeugungskraft gefragt um z.B. den Adler der Junior Ranger der Lombachalp zu kriegen.

Währenddessen machte sich die Jury an die Auswertung und nach viel Rechnen und Vergleichen stand das Resultat fest.

Gespannt warteten alle Kinder und auch die Leiter auf die Rangverkündigung. Trotz der langen Anreise und der grossen Hitze konnten die Junior Ranger der Lombachalp ihren Titel verteidigen. Glücklich nahmen sie den Bär-Pokal entgegen und posierten fürs Siegerbild. Wobei sie es dieses Jahr nicht ganz alleine geschafft haben. Etwas Unterstützung hatten sie von einer Junior Rangerin vom Thunersee. So wurde der Bär wieder auf dem Käseräf festgebunden und machte sich auf den Weg zurück zur Lombachalp.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Rangern und ihrem Team aus den Thurauen. Es war ein perfekt organisierter Tag, der allen sehr viel Spass gemacht hat. 🙂

Alice Wassmer

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