Junior Ranger UNESCO Bettlachstock – Die neue Gruppe 2 ist gestartet

September 2026 | Daniel Lopez, Junior Ranger

Dieser Blogbeitrag kommt mit etwas Verspätung.

Nicht, weil der Start der neuen Junior-Ranger-Gruppe weniger wichtig gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Aber manchmal kommt das Leben dazwischen. In meinem Fall war es der Wald.

Neben meiner Arbeit als Ranger und Junior-Ranger-Leiter bin ich weiterhin hauptsächlich als Forstwart für die Bürgergemeinde Solothurn unterwegs. Und wie viele mitbekommen haben, wurde unsere Region vor gut zwei Wochen von einem heftigen Sommersturm getroffen. Danach standen kurzfristig Sturmschäden, Aufräumarbeiten und Einsätze im Wald an. Anschliessend folgten zwei Wochen Ferien – und die Pendenzen wurden danach natürlich nicht weniger.

Trotzdem: Dieser Blog gehört für mich dazu. Er erzählt, was wir mit den Kindern erleben. Darum jetzt, mit etwas Abstand, aber mit umso mehr Freude: der Rückblick auf den Start der neuen Junior-Ranger-Gruppe 2.


Ankommen bei der Naturstation Brüelwald

Am Mittwoch, 26. August 2026 starteten 12 Kinder bei schönstem spätsommerlichem Wetter in ihr erstes Junior-Ranger-Jahr. Treffpunkt war die Naturstation Brüelwald in Selzach – ein Ort, der für viele unserer Nachmittage zur Basis wird.

Zum Auftakt waren Eltern und Kinder zuerst gemeinsam dabei. Das war mir wichtig. Alle sollten hören, worum es geht, wer das Leitungsteam ist, welche Regeln gelten und wie wir unterwegs sein werden: draussen, aufmerksam, neugierig und mit Respekt vor der Natur.

Danach verabschiedeten sich die Eltern, und für die Kinder begann der erste richtige Junior-Ranger-Nachmittag.

Ein erstes Thema war unser Junior-Ranger-Logo und der Luchs. Was fällt an diesem Tier auf? Wo könnte er sich verstecken? Und wie beobachtet man ein Wildtier, ohne es zu stören? Schnell wurde klar: Ranger sein beginnt nicht mit lauten Antworten, sondern mit genauem Hinschauen.


Luchsbild / Junior-Ranger-Logo

Beim Kennenlernspiel «Luchs im Revier» kam Bewegung in die Gruppe. Namen, Lieblingstiere und Lieblingsorte draussen wurden ausgetauscht – und nebenbei entstand das erste Gruppengefühl.

Später ging es um die Frage: Was macht ein Ranger eigentlich?

In der Mitte lag ein Ranger-Rucksack mit verschiedenen Gegenständen. Feldstecher, Lupe, Kompass, Handschuhe, Abfallsack, Greifzange, Notizbuch und weitere Dinge wurden angeschaut, sortiert und diskutiert. Braucht ein Ranger das oft, manchmal oder eher nicht?


Ranger-Rucksack mit Material

Aus den Antworten entstand ein erster wichtiger Satz:

Ein Ranger beobachtet, erklärt, schützt, hilft – und bleibt aufmerksam.

Natürlich gehören dazu auch Regeln. Gemeinsam hielten wir unsere goldenen Junior-Ranger-Regeln fest: Tiere und Pflanzen achten, einander zuhören, keinen Abfall hinterlassen, Lebewesen respektieren und einander helfen.


Littering in der Natur

Nach der Zvieri-Pause folgte die erste kleine Ranger-Mission. Im Miniparcours suchten die Kinder Spuren, überlegten, welche Ausrüstung draussen wirklich nützlich ist, und wurden für einen Moment ganz still: hören, riechen, fühlen, wahrnehmen.

Gerade diese ruhigen Augenblicke zeigen oft am meisten. Plötzlich hört man mehr. Sieht mehr. Und merkt: Natur ist überall, wenn man ihr Zeit gibt.

Zum Abschluss wurde es nochmals ruhig. Die Kinder malten ihr Junior-Ranger-Logo als Mandala aus und blickten auf den Nachmittag zurück. Was hat gefallen? Was war neu? Was macht ein Ranger?


Gestaltung Logo-Mandala

Dann unser erster gemeinsamer Ruf:

Wir sind Junior Ranger vom Bettlachstock!


Gruppenfoto Gruppe 2 / 2026/2027

Ein schöner Start. Eine neue Gruppe. Viele neugierige Fragen. Und hoffentlich der Anfang von vielen Erlebnissen draussen.

Willkommen bei den Junior Rangern UNESCO Bettlachstock, Gruppe 2.

Entdecken. Verstehen. Schützen.

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