Griass enk! Young Rangers im Naturpark Ötztal

Diesmal haben wir den Naturpark Ötztal in Österreich besucht. Von Uster ging es über Braz, Dalaas, über den Arlbergpass am Tschirgant vorbei zu einem besonderen Naturjuwel, dem Piburger See 🙂

Wir haben den See umrundet und bereits bei der Anreise fiel uns auf, dass es hier riesige zusammengewürfelte Felsblöcke gibt, welche scheinbar von den Wurzeln der Bäume zusammengehalten werden. Durch einen massiven Bergsturz hat sich vor vielen vielen Jahren dieser See aufgestaut. Ein besonders schöner Ort, der bereits 1929 zum Naturdenkmal ernannt wurde und seitdem geschützt wird.

In den Tiefen des Sees, wo es kontinuierlich 4 Grad hat soll übrigens ein grosser Seewurm hausen, welchen man lieber nicht stören sollte, so eine alte Sage 😉 Leider droht das natürliche Gleichgewicht des Sees durch, am Seegrund abgelagetres Phosphor zu kippen. Ein Rettungsversuch wird nach Ende der Badesaison gestartet werden. Die Einbringung eines Tonminerals soll den Phosphor effektiv binden. Eine spannende Sache, die vielleicht auch für den Greifensee möglich wäre? Wir bleiben dran 🙂

Nach einem sehr guuuutttteeeennnn Kaiserschmarrn gab es noch ein bisschen Sprachkurs vom Ranger, da hier alle ein bisschen komisch reden meinten die YR 😀

Nachdem wir auf eine Hochebene des vorderen Ötztals, welche einmal ein See war, gefahren sind, ging es auf eine Wanderung in einem märchenhaften Zauberwald, der auch durch einen enormen Bergsturz entstanden ist. Moosüberwachsene Felsbrocken überall und wir haben mitten im Wald wunderschöne Torfmoore und Zirbenzapfen entdeckt. Flechten unterschiedlichster Art zeigten unter anderem, dass hier die Luftqualität äusserst gut sein muss, zum Beispiel die von den Bäumen hängenden Bartflechten.

Es war sehr schön und sehr ruhig in diesem Märchenwald. Wir haben riesige uralte Ameisenhäufen gesehen und nicht mal den Specht gehört, aber seine und viele andere Spuren entdeckt.

Von da drüben ist damals der Berg auf diese Seite gestürzt sagt der Ranger. Unglaublich, was das für eine Naturgewalt sein musste damals. Nun ging es im Wald an die Essensbeschaffung, da der Hunger immer grösser wurde…

Was sammeln die denn da?

Ahhhh 😀

Ohhhhh!

Yippiehhh!

Tolle, frische Pfifferlinge 🙂 Irgendwann hatten wir den Schwammerlsuchblick so gut drauf, dass wir reichlich Essen gefunden hatten.

Zurück in der Unterkunft mussten die Pilze noch mit bereits brummendem Magen schön gesäubert werden, während der Ranger in der Küche schon die grosse Pfanne schwang :-D. Es hat alles sehr gut und waldig geschmeckt und alle sind irgendwann müde und zufrieden und wohlgenährt in ihre Betten gefallen.

Frisch ausgeschlafen fuhren wir am nächsten Morgen über Almwiesen viele Höhenmeter bis in das wunderschöne Hochtal

Wir kamen immer höher und höher ins Tal hinauf…

Da ganz oben ist das Ziel!

Ganz schön steil hier oben 😀

Ziel erreicht ! Wir wollten auch noch die Murmeltiere hier oben beobachten, aber die hatten sich heute alle versteckt und verkrochen und schliefen in ihrem Bau. Egal, wir brauchten auf jeden Fall erstmal ein Getränk zur Stärkung und dann….

…Kaiserschmarrn natürlich 😀

Hmmm…war der nicht so gut wie der gestern am Piburger See? 😀

Die Knödelsuppe passt auf jeden Fall und die Knödel waren riesig. Aber was ist das für ein Geräusch?

Oh…ein Helikopter hinter der Kuh gelandet. Leider ein Velounfall eines Herrn, der Notarzt hat ihn save eingepackt und ins Spital geflogen. Wir fuhren vorsichtig ins Tal zurück und mussten viel bremsen 🙂

Zum Abschluss gab es noch einen Blick auf den tollen Wasserfall, der hier in die Tiefe rauscht. Diesen und weitere spannende Naturphänomene werden wir uns bei einem zweiten Besuch im Naturpark Ötztal ansehen. Es gibt noch viel zu entdecken!

Pfiat enk!

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