Wir waren heute mal digital unterwegs und haben uns zu moderneren Ufern aufgemacht. Normalerweise bleibt das Smartphone bei uns in der Tasche. Heute beschäftigten wir uns mit einigen Apps die wir Ranger im Alltag benutzen. Deshalb hiess es heute: Smartphone raus, Powerbank an und voll elektrisch in den Wald!

Die moderne Technik ist inzwischen nicht mehr wegzudenken. Als Grundlage von allem starteten wir mit einer Einführung in Swisstopo. Die Young Ranger mussten dann über mehrere Wegpunkte hinweg die beste Route wählen. Dabei galt es Höhenlinien, Wege, offene Land- und geschlossene Waldbestände auszulesen. Und der Ranger? Der war nur mit einem nichtssagenden Grinsen dabei.

Im ersten Waldabschnitt angekommen, packten wir die Pflanzenbestimmungsapp aus. Jeder durfte wild drauf los scannen und schauen was er denn alles so finden konnte. Die spannendste Pflanze war schnell gefunden. Die Tollkirsche!
Auffallend war jedoch, dass die Young Ranger weniger munter waren als sonst. Die Erklärung war schnell gefunden: Die unvorteilhafte Spielzeit der Nati. Es kam schnell die Frage auf: „Wäre ein Powernap denn nicht möglich? Auch wir müssen unsere Akkus mal wieder laden!“
In Anbetracht des Einsatzes, dass sich die Jungs heute früh schon aus dem Bett gequält oder sogar durchgemacht hatten, wurde dem ebenfalls ein Platz eingeräumt. Auch DAS gab es so noch nie! 😉

Am Waldrand im Schatten wurden mal kurz für 20 Minuten die Kräfte neu gesammelt. Danach ging es (fast) voller Tatendrang weiter! Wir arbeiteten uns an den nächsten Wegpunkt vor und genossen die Aussicht auf den schönen Greifensee!

Auf der Pfannenstielkette ging es wieder in den Wald. Es zwitscherten Vögel ohne Ende. Zu sehen waren sie nicht, nur zu hören. Die Lösung? Eine Vogelstimmenerkennungsapp. Also hiess es, Handy wieder raus, Stimmen aufnehmen und loslegen! Amsel, Mönchsgrasmücke, Rotmilan und Buchfink waren die ersten Treffer! So wurde geübt und nach und nach die Vogelstimmen immer besser erkannt.
Dann war die nächste Aufgabe an der Reihe: „Lauft den nächsten Tobel hinunter, bis zum bekannten Blitzstein!“ Es kam die Frage auf: „Müssen wir eigentlich hier die Wege benutzen oder geht es auch im Bachbett hinunter?“ Die Antwort war nur ein vielsagendes Grinsen. Wie das ausging?

Ab in den Bach…oder das was davon noch übrig ist…den vollen Fokus natürlich auf die Natur gerichtet… 😉

Danach gab es noch ein kurzes Zmittag und die Heimreise zum Ausgangspunkt musste gefunden werden. Endspurt also!

Jeder gute Young-Ranger-Leiter hat seine eigenen Motivationstricks…feurige Ansprachen, Durchhalteparolen, gezielte Lobeshymnen, und und und…
Schnell war unser Young-Ranger-Tag vorbei. Wir haben schnell festgestellt, dass die Technik bei vielem Hilft, man die Natur aber immer noch selbst erleben muss. Beim nächsten Mal bleiben die Dinger auf jeden Fall wieder in der Tasche, ausser man möchte einen Vogel oder Pflanze bestimmen…
Ihr hört von uns!
Eure Young Ranger II vom Greifensee
