Tarnen und Warnen – Überlebensstrategien im Tierreich

Am letzten Mittwoch haben wir uns wieder getroffen und den Nachmittag im Wald verbracht. Wir bekamen die Aufgabe, im Wald versteckte Sachen zu finden. Auffällig war, dass vor allem die roten und gelben Dinge gefunden wurden. Wir haben festgestellt, dass in der Natur vor allem diese Farben von den Tieren zur Warnung oder Abschreckung benutzt werden; wie zum Beispiel beim Feuersalamander, dem Sechsfleckwidderchen oder der Gelbbauchunke.

Die Tiere benutzen jedoch auch die Tarnung als Überlebensstrategie. Durch ihre Unauffälligkeit können sie sich optimal an ihre Umgebung anpassen und sind so besser vor Feinden geschützt. Eine Rohrdommel im Alt-Schilf zu entdecken ist nicht einfach und das Hermelin wechselt im Winter sein Fell von braun zu weiss, damit es im Schnee besser getarnt ist.

Auch wir haben versucht uns im Wald, mit Hilfe von Naturmaterialien, zu tarnen. Dabei haben wir festgestellt, dass Tarnen und Verstecken nicht gleichbedeutend ist. Wir haben bemerkt, dass wir Kleidung tragen, die uns gut tarnt oder aber auch auffällig macht. Es gibt sogar bestimmte Berufsgruppen, die gezielt Warn- oder Tarnkleidung tragen. So haben zum Beispiel die Gleis- oder Strassenarbeiter Warnkleidung, wo die Jäger oder das Militär Tarnkleidung trägt.

An diesem Nachmittag haben wir wieder mehr über einige Tierarten, welche bei uns vorkommen, erfahren und wissen nun, für was die auffälligen Farben sind. Aber wir schauen vielleicht in Zukunft auch etwas genauer hin, wenn wir im Wald unterwegs sind. Denn vieles ist nicht auf den ersten Blick erkennbar.

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