Der März stand bei unseren Junior Rangern ganz im Zeichen eines ganz besonderen Waldbewohners: dem Specht.
Ein Tier, das man im Wald oft eher hört als sieht – und doch überall seine Spuren hinterlässt.
🌿 Zwei Nachmittage, zwei Geschichten
Mit der Gruppe 1 am 11. März 2026 durften wir bei wunderschönem Frühlingswetter starten.
Die Sonne kam durch die noch lichten Baumkronen, der Wald war ruhig – perfekte Bedingungen für eine Specht-Expedition.
Das Brüelwaldgebiet ist bekannt für seine Spechte – und genau das wollten wir nutzen:
👉 Unser Hauswald wurde für einen Nachmittag zum Forschungsgebiet unserer Junior Ranger
Spechte Spuren
👀 Mit Adleraugen durch den Wald
Zum Einstieg ging es spielerisch los.
Beim Spiel „Adlerauge“ wurde schnell klar:
👉 Wer im Wald etwas entdecken will, muss genau hinschauen.
Kleine Veränderungen erkennen, aufmerksam sein, vergleichen –
genau das braucht es später auch bei der Spurensuche.
✋ Den Wald fühlen lernen
Mit dem Spiel „Fühl doch mal!“ tauchten die Kinder mit allen Sinnen in den Wald ein.
Zapfen, Rinde, Holzstücke – alles wurde ertastet, beschrieben und erraten.
Und immer wieder die Frage:
👉 Was hat das mit dem Specht zu tun?
Ganz nebenbei entstand das Verständnis:
Der Specht „liest“ den Baum – nicht mit den Händen, sondern mit Schnabel und Gehör.
🪶 Ein Experte im Team
Ein grosser Gewinn für beide Nachmittage war das enorme Fachwissen von Hans-Peter (Hanspi).
Er brachte den Kindern die Spechtwelt näher – und zeigte eindrücklich:
👉 In der Schweiz leben neun Spechtarten.
Vom bekannten Buntspecht bis hin zu seltenen Arten wurde klar:
- Jeder Specht hat seine eigene Lebensweise
- Jeder nutzt den Wald ein bisschen anders
Besonders eindrücklich waren die Spechthöhlen, die wir als Anschauungsobjekte aus nächster Nähe betrachten konnten.
Die Junior Ranger hören gespannt zu.
🎨 Lernen zum Mitnehmen
Bevor es in den Wald ging, wurde noch gebastelt:
👉 Die Specht-Drehscheibe der Vogelwarte
Mit Schere und Klammer entstanden kleine Lernwerkzeuge, die die Kinder direkt einsetzen konnten:
- Spechtarten erkennen
- Eigenschaften zuordnen
- Zusammenhänge verstehen
Ein tolles Beispiel, wie Wissen spielerisch vermittelt werden kann.
Die Drehscheibe wird erstellt
🌱 Der Wald verändert sich
Auf dem Weg in den Wald stoppten wir bei unseren Phänologie-Pflanzen.
Und hier wurde es spannend:
👉 Seit Februar hatte sich bereits einiges verändert.
- erste Knospen
- veränderte Bodenstruktur
- mehr Leben im Unterholz
Der Frühling war spürbar angekommen.
🕵️♂️ Spurensuche im Brüelwald
Dann wurde es ernst:
👉 Specht-Detektive im Einsatz
In Kleingruppen machten sich die Kinder auf die Suche nach Spuren.
Und sie wurden fündig:
- Spechthöhlen
- Hackspuren
- Holzspäne
- typische Spechtschmieden
Doch nicht nur das:
Der Brüelwald zeigte einmal mehr seine Vielfalt.
Wir fanden zusätzlich:
- Rehspuren
- Wildschweinspuren
- Fuchslosung
- einen Dachsbau
👉 Ein lebendiger Beweis dafür, wie vielfältig ein Wald ist.
Und genau hier zeigt sich auch die Bedeutung des Spechts:
Er baut Höhlen – und schafft damit Lebensraum für viele andere Tiere.

Dachsbau, Brüelwald
🔭 Natur mit anderen Augen sehen
Ein besonderes Highlight:
Hanspi brachte sein Objektiv mit, mit dem wir Spechthöhlen aus der Distanz beobachten konnten.
Für die Kinder ein völlig neuer Blickwinkel:
👉 plötzlich wurde sichtbar, was sonst verborgen bleibt.
Grosses Interesse beim Objektiv
🪶 Wenn der Wald zum Konzert wird
Zum Abschluss wurde es nochmals kreativ:
👉 Die Spechtsinfonie
Mit Holzstücken und Stöcken entstand ein kleines Waldkonzert.
Rhythmen, Klopfen, unterschiedliche Töne –
plötzlich wurde der Wald hörbar.
Ein schöner Abschluss für einen intensiven Nachmittag.
🌬️ Gruppe 2 – ein anderer Rahmen, gleich viel Erlebnis
Beim zweiten Anlass am 25. März zeigte sich der Wald von einer anderen Seite.
Starker Wind und Böen machten einen Aufenthalt im Wald nur eingeschränkt möglich.
Doch auch hier zeigte sich:
👉 Ein gutes Programm funktioniert auch angepasst.
Rund um die Naturstation Brüelwald wurde das Thema Specht weiter vertieft:
- Spiele wie „Adlerauge“ und „Fühl doch mal“
- Einführung in die Spechtwelt
- Arbeiten mit Objektiv und Feldstecher
Die Kinder konnten lernen:
👉 wie man Tiere beobachtet – auch ohne ihnen direkt zu begegnen.
Ein schönes Zeichen für die Qualität des Teams:
Hanspi und Anna haben den Nachmittag mit Bravour geleitet.
Spechtschmiede
🔜 Ein Blick nach vorne
Für die zweite Gruppe geht es bald weiter:
👉 In den Frühlingsferien auf den Bettlachstock
Dort werden wir dem Specht nochmals begegnen –
unter anderem auch dem:
- seltenen Grauspecht
- eindrücklichen Schwarzspecht
Der Kleinbus wartet auf die Gruppe 2.
🌲 Fazit
Zwei Nachmittage, zwei unterschiedliche Bedingungen –
aber ein gemeinsames Ziel:
👉 Den Wald verstehen.
Und genau das ist gelungen.
Die Kinder haben gelernt:
- genau hinzuschauen
- Spuren zu lesen
- Zusammenhänge zu erkennen
Und vielleicht das Wichtigste:
👉 Dass der Wald voller Geschichten steckt –
man muss nur bereit sein, sie zu entdecken.
Bis bald im Wald.
Euer Ranger Dani






