Beim letzten Treffen der Junior Ranger drehte sich alles um einen der faszinierendsten Bewohner unserer Thurauen: den Biber. Zu Beginn lernten wir in einem Theorieteil viel über die Lebensweise und die Biologie des Nagers. Unser Wissen konnten wir anschliessend direkt in einem Quiz unter Beweis stellen.


Um ein echtes Gespür für das Tier zu bekommen, folgten zwei Suchspiele im Gelände. Erst mal suchten wir Gegenstände die so hart sind wie seine Zähne oder etwas dass er frisst, andere Tiere aber nicht und umgekehrt etc. Wir suchten anschliessend auch gezielt nach Trittsiegeln, Frassspuren, Biberburgen und Rutschen. In der gemeinsamen Nachbesprechung wurde klar: Der Biber gestaltet seinen Lebensraum sehr aktiv um, was nicht immer ohne Konflikte mit dem umliegenden Wald geschieht.


Der wichtigste Teil des Nachmittags war dann der praktische Einsatz für den Naturschutz. Unsere Försterin erklärte uns die Bedeutung alter, grosser Eichen, die als sogenannte Samenträger dienen. Diese Bäume sind essenziell für die natürliche Verjüngung des Waldes, da sie die Samen für künftige Baumgenerationen liefern. Da der Biber in diesem Bereich sehr aktiv ist und bereits viele dieser wichtigen Bäume angefressen hat, mussten wir handeln.




Gemeinsam bauten wir stabile Schutzzäune um die alten Bäume. Diese Massnahme sorgt dafür, dass die wertvollen Samenträger und Habitatbäume erhalten bleiben, während der Biber in anderen Bereichen weiterhin seinen Lebensraum gestalten kann. Es war ein produktiver und anstrengender Nachmittag, an dem wir lernten, wie wichtig das Gleichgewicht zwischen verschiedenen Arten und dem Schutz des Waldes ist.
Ein grosses Dankeschön an alle Junior Ranger für ihren tatkräftigen Einsatz!
