In den letzten Wochen haben wir uns mit Bach- und Flussläufen beschäftigt. Bei dem warmen Wetter haben wir uns viel im Bach herumgetrieben und geschaut wie der Mensch in die natürlichen Bach- und Flussläufe in den letzten Jahrhunderten eingegriffen hat, welche Folgen dies für die Natur und Umwelt hatte und wie wir gerade dabei sind Flüsse zu renaturieren.

Wir haben verglichen, wie sich natürliche Flussläufe mit den vom Menschen eingepressten und eingedohlten Flüsse unterscheiden. Dazu mussten wir zunächst Wasser stauen, um dann das Wasser in etwa auf beide Seiten gleichmässig zu verteilen.

Eine Gruppe durfte einen natürlich mäandrierende Fluss nachstellen mit Hindernissen, kleinen Staudämmen (vergleichbar mit denen eines Bibers), Kehrwasser- und Ruhezonen und Gleit- und Prallhängen.

In dem ruhigeren Bereich sammelten sich schnell Wasserläufer, Steinfliegenlarven und andere Kleintiere an. In der Realität werden diese Abschnitte auch zum Abbleichen von den Fischen genutzt oder die Kiesbänke als Brutmöglichkeit genutzt.
Im Vergleich dazu, durfte die andere Hälfte eine Strecke begradigen und in ein festes Flussbett zwängen.

Durch die hohe Fliessgeschwindigkeit sammelten sich hier keine Kleintiere an und nach ein paar Minuten wurde das Flussbett ebenfalls tiefer, dies konnten wir mit der international renommierten und anerkannten „(Junior-) Ranger-Käsefuss-Messmethode“ wissenschaftlich nach- und beweisen! 😉
Dies erklärte auch schnell, warum die Menschen sich das damals zu Nutze gemacht haben um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen.
Der Vergleich war sehr spannend zu sehen: links der begradigte Flussabschnitt, rechts der naturnahe mäandrierende Teil.

Um ein wenig Zeit verstreichen zu lassen, wurde zwischendurch grilliert und der Cervelatbestand der Schweiz deutlich nach unten reguliert.

Nach der Stärkung wurde im Unterlauf des Baches ein kleines Dorf errichtet und anschliessend der Damm aufgemacht um zu schauen, was denn bei einem Hochwassereigenis passiert und wie weit denn der Hochwasserschutz im Unterlauf des Flusses auf beiden Seiten funktioniert.
Fazit: Das Wasser auf der regulierten Seite fliesst zwar schneller an der begradigten Stelle ab, allerdings ist im Unterlauf „Land unter“. Im „renaturierten Teil“ dauerte es zwar länger bis das Hochwasser abfloss, aber die Häuser blieben weitestgehend im Trockenen. Eben wie im echten Leben auch.
Für die Junior Ranger war es ein gelungener und lehrreicher Nachmittag!
Wir freuen uns auf weitere Abenteuer!
Euer Ranger Raphi + Junior Ranger Greifensee
