Nationaler Zukunftstag bei den Rangern

Vergangener Donnerstag war nationaler Zukunftstag. Viele Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit genutzt und schauten einen Tag lang  hinter die Kulissen eines für sie unbekannten Berufes.

Zwei Schüler haben die Chance wahrgenommen und waren an diesem Tag mit einem Ranger unterwegs. Hier ein paar Impressionen:

Greifensee

„Wir hatten heute am Zukunftstag einen Rundgang rund um den Greifensee geplant. Kurz nachdem wir los gefahren sind haben wir in der Naturschutzzone 1 am Aabach einen unnatürlichen Geruch wahrgenommen. Als wir weiterfuhren, war dieser geruch nach Heizöl oder Diesel aber wieder verflogen. Also gingen wir unserer Nase nach auf die Suche nach dem Ursprung des Geruchs. Junior Ranger benutzen in der Natur natürlich alle Sinne und so „erschnüffelten“ wir den Ort an welchem der Geruch herkam. Es war ein Schacht ganz nahe am dem Bach, in welchem neben den Enten, Reihern, Fischen und vielen anderen Lebewesen auch die Biber wohnen. Wir haben den Schacht geöffnet und haben gesehen, dass von dort öliges, stinkiges Wasser direkt in diesen Bach fliesst. Natürlich ist das ganz gefährlich für das Ökösystem und darum hat der Ranger sofort Polizei und Feuerwehr alarmiert. Nach kurzer Wartezeit ging es dann richtig los. Es kamen immer mehr Einsatzfahrzeuge: polizei, Feuerwehr, Chemiewehr, AWEL und noch mehr Feuerwehr. Zum Glück konnte die Chmiewehr sofort das weitere Einfliessen in den Bach mittels Rohrstöpseln verhindern. Dann ging es aber weiter auf die Suche nach der Herkunft des Diesels (Dies hatte man nun schon festgestellt). Das war nicht einfach: weitere Schächte und Rohrleitungen wurden inspiziert, in Zwischenbassins wurden Ölsperren eingerichtet und es kam ein Pumpwagen um das verschmutzte Wasser abzupumpen. Woher genau die Verunreinigung herkam konte uns die Polizei nicht sagen. Auf jeden Fall haben wir durch unsere guten Nasen sicher viele Tiere vor dem Tod bewahrt. Das ist toll! Anschliessend machten wir noch einen kleinen Rundgang durch das Schutzgebiet und am See. Wir konnten zum Glück keine verendeten Fische im Wasser sehen, was ein Zeichen dafür ist, dass wir den austretenden Diesel rechtzeitig bemerkt haben. Wir schlossen noch einen Balken, der offen gelassen wurde. Das war ein sehr spannender und aufregender Tag, der einen Einblick in eine der vielen Aufgaben eines Rangers gegeben hat: Der Schutz der Natur. Danke auch an Polizei und Feuerwehr für Ihren Einsatz für die Natur!“ Junior Ranger Simon

Thurauen

„Ich kenne Ranger aus den Amerikanischen Nationalparks. Aber was ein Ranger in der Schweiz macht, konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Wir haben am Vormittag einen langen Rundgang gemacht. Dabei haben wir viele tolle Tiere gesehen wie zum Beispiel Schwäne, Kormorane, Stockenten, Eichhörnchen und sogar ein Eisvogel-Paar. Dieses konnten wir sehr lange beobachten, wie sie immer wieder über den Rhein flogen und ins Wasser tauchten um Fische zu fangen.
Etwas später haben wir dann unzählige Biberspueren gefunden. Jetzt im Winter fällt er Bäume damit er an die feinen Zweige herankommt. Das ist seine Nahrung.
Auf dem Rundgang haben wir Ornithologen angetroffen. Die kommen fast täglich in die Thurauen um Vögel zu beobachten. Da die Rangerin die Ornithologen kennt, sprechen wir noch kurz mit ihnen. Dabei erzählen sie uns, dass sie vor zwei Wochen Fischer angetroffen haben, die so aussahen als ob sie keine Berechtigung dafür hatten. Die Rangerin weiss um wen es geht, deswegen braucht sie keinen Rapport auszufüllen.
Am Nachmittag machten wir dann noch einen Abstecher in die Greifvogel-Station. Die Auffangstation für verletzte und kranke Greifvogel wird, wie der Rangerdienst, von der Stiftung PanEco betrieben, deswegen kennt die Rangerin den Leiter. Kurzerhand durften wir die grosse Voliere betreten, wo gerade Mäusebussarde, ein Rotmilan und ein Turmfalke auf ihre Freilassung warten. Zu guter letzt durften wir dann sogar die besonderen Patienten ganz nah anschauen: ein Waldkauz und ein Uhu! Das war super spannend!
Der Tag hat mir sehr gut gefallen. Ich komme gerne wieder in die Thurauen.“

4 Antworten zu “Nationaler Zukunftstag bei den Rangern

  1. Wow, da konnten die ‚Jungranger‘ ja tatkräftig mithelfen auf ihren Rundgängen. Toll gemacht!

  2. Hoi Simon, das ist ein toller und aufschlussreicher Bericht, mach weiter so, liebe Grüsse von Oma und Opa

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